Full Metal Cruise was a blast! <3 #eskimocallboy #fullmetalcruise #wackenopenair #wacken #live #cruise #tui #tour (hier: Mein Schiff 1)

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Jägermeister Wirtshaus Tour Berlin

Jägermeister Wirtshaus Tour Tag 1: Hamburg – Grüße aus dem Land der Jäger

Ok Jungs und Mädels, es ist eine Sache mehrere Tage mit einem Haufen Verrückter unterwegs zu sein und seine Livemusik mit einer ordentlichen Portion Bier und Wasser zu servieren… Aber wenn das ganze Spektakel in diesem speziellen Falle von einem führenden Kräuterlikörhersteller gehostet wird, dann erwarte ich von meinen Jungs am Morgen danach nicht unbedingt, dass sie am Frühstücksbuffet zuerst zum Bacon greifen.

Aber weit gefehlt… Aber zunächst zum Anfang der Geschichte: 

Als wir auf der A7 die Stadtgrenze zu Hamburg überqueren liege ich noch immer im Gepäckraum unseres Sprinters und genieße meine selbstgebaute Schlafkoje. Ich kann nicht wirklich schlafen, weil ich die ganze Zeit darüber nachdenken muss wer von uns Businsassen im Falle einer Vollbremsung als erstes sterben muss: Ich, weil ich unangeschnallt in erhöhter Position die Windschutzscheibe durchschlage, wie ein Baby in einem ungesicherten Kindersitz auf dem Beifahrersitz oder alle anderen weil Sie von meinem umherfliegenden Körper erschlagen werden…

Egal. Mal wieder nix passiert und die Aufregung macht sich solangsam im Bus breit: Jägermeister Wirtshaustour… was wird das eigentlich? Ok, es geht um Kräutersaft mit Umdrehungen und um alte Wirtshäuser in denen sich von Fleisch dominierte Mahlzeiten und Unmengen von Bier einen erbitterten Kampf um den Cholesterin-Höchstwert liefern. Wir kommen also an der Location an, dem Hamborger Veermaster und dieser Laden sieht exakt so aus wie man sich eines der ältesten Wirtshäuser Hamburgs vorstellt. Rustikale Holsmöblierung, eine Theke die uns die Erdkrümmung erkennen lässt und ganz viel Schnickschnack der den Schifffahrtscharakter der Inneneinrichtung unterstützen soll.. also wir fühlen uns wohl.

Die Damen und Herren die vor Ort für das Gelingen der Veranstaltung zuständig sind empfangen uns mit offenen Armen und bei einem von den Mädels wünsche ich mir sogar, es wäre sprichwörtlich so… Aber naja. Wir bauen unseren Kram auf der viel zu kleinen Bühne auf… aber wisst ihr was, das stört uns nicht. In der Menge ist eh am geilsten und getreu dem Motto eines bekannten Sportfernsehkanal sind wir an diesem Abend lieber „mittendrin statt nur dabei“! Die Innendeko des Veermasters wurde von Jägermeister modifiziert ohne dass man es tatsächlich aktiv wahrnimmt. Aus allem scheint plötzlich ein Geweih zu wachsen, mich wundert nur, dass beim Anblick der hübschen Blonden dieses Phänomen an meiner Lendengegend bisher Halt gemacht hat.

Das muss die Aufregung sein, da wächst das Geweih ja meistens eher nach innen…

Soundcheck… Dirk gibt alles an seinen Drehreglern und versucht soundtechnisch das Beste aus der Location herauszuholen. Mit der flachen Decke und dem verwinkelten Verlauf verhält sich der Raum ähnlich wie ein Trabbi bei Tempo 300 auf der Rundstrecke von Nardo… er macht komische Geräusche!

Während des hochwissenschaftlichen Auspegelns der Frequenzen am Mischpult steht plötzlich eine nette Bedienung des Veermasters neben mir und gibt mir den Hinweis, dass sich die Damen aus dem benachbarten Tanzestablissement darüber beschwert haben, dass unser Bass Ihre eigene Musik unhörbar macht und wir sie quasi an der Ausführung Ihres Berufes hindern… Was eine Scheinheiligkeit, die Ladys sollten sich doch eigentlich mit wackelnden Wänden auskennen?!

Naja, erstmal ins Hotel… und dazu gibt es Folgendes zu sagen:

Luxus bedeute für uns stets, wenn wir bei unserer Ankunft an der Venue bei den Nudeln in Tomatensauce reinhauen durften, und wenn alles gut lief, wir nachts in einer abgeranzten Bandwohnung den Komfort einer Dusche und eines Bettes genießen durften. Und plötzlich stehen da meterlange Buffets mit dem Leckersten was das Haus zu bieten hat und wir können die Nächte in Hotels verbringen, in denen wir die Klos sogar benutzen können ohne den obligatorischen Klopapierkreis auf der Brille zu formen.

„Eskimo Callboy. Keimfrei seit März 2012“.

Das ist ab jetzt eine unserer neuen Qualitäten. Danke ihr lieben Veranstalter.

Vor der Tür tut sich auch schon was…

22:15 Uhr

Noch 15 Minuten bis unsere stage time beginnt. Die Gäste des Veermasters sitzen in Reih und Glied an den Tischen und genießen Ihre Getränke. Rock’n Roll war gerade eben kurz zu erkennen, als dem bärtigen Typen ganz rechts das Bier umgekippt ist, und er nichts unternommen hat um die Ausbreitung der Flüssigkeit zu verhindern. Hier soll also gleich der Punk abgehen? Ich weiss ja nicht…Die Aufregung steigt!

Wir gehen also backstage und bereiten uns vor. Anziehen, Umziehen, Licht an, Wasser über den Kopf, Licht aus, Intro an.

Und auf einmal ist jeder Zweifel wie weggesoffen. Nein er IST weggesoffen. Danke an die 3 Paletten Jägermeister-Kurze. Wir spielen unsere Show ganz genau so wie wir es am liebsten mögen… nah an den Leuten… tanzend und trinkend

Die Grüppchen die vorhin noch halbschlafend in Gesprächen vertieft waren sind jetzt voll da, und ob sie unsere Musik mögen oder nicht, das interessiert jetzt irgendwie gar nicht mehr. Alle haben Bock auf einen geilen Abend. Man darf dabei ja auch nicht vergessen, dass wir der Opener sind, und nach uns keine Geringeren als Tek-One und Dumme Jungs die Stimmung endgültig an den Siedepunkt treiben. Unverhofft kommt eben doch immer oft. Und so können wir nachts um 3.00 Uhr dann totmüde ins Bettchen fallen… mitten in die goldglänzende Willkommensschokolade auf der Decke… Scheisse, ist die Reinigung im Preis drinne? HAMBURG IHR WARD GEIL!!!

Berlin könnt ihr das auch??

to be continued…